Neuigkeiten & Veranstaltungen

Was gibt es neues bei Hettich?

Fortbildungstagung SVTM Immunhämatologie und Transfusionsmedizin

Unser Produktspezialist, Damiano Cagnazzo, vertrat uns an der Fortbildungstagung in Bern.

Rückmeldung zur Weiterbildung SVTM Immunhämatologie und Transfusionsmedizin 31.01.2020

Die diesjährige Weiterbildung in Immunhämatologie und Transfusionsmedizin war sehr gut besucht. Es konnten 230 Teilnehmende in den sehr gut geeigneten Räumlichkeiten des Inselspitals/ Kinderspitals begrüsst werden.

Theatisch wurde ein Programm für die unterschiedlichen Anspruchsgruppen geboten.

Von PD Dr. Laura Infanti wurde die Problematik in der Diagnostik und Behandlung der Eisenüberladung diskutiert und berichtet, dass Menschen mit Hämochromatosemutationen -eine recht häufige genetische Veränderung, welche zu viel Eisenüberladung führt - Blutspenden dürfen (um das Eisen loszuwerden), wenn die Spendetauglichkeitskriterien eingehalten werden.

Prof. Zeerleder, ein ausgewiesener Experte im Bereich der Autoimmunhämolyse berichtete über das neue Konsensuspaper zu Diagnostik und Therapie aus erster Hand.

Zwei internationale Topshots berichteten über spezielle Fälle in der immunhämatologischen Praxis: Dr. Erwin Scharberg (Baden-Baden) und Dr. Nicole Thornton (Bristol) zeigten eindrückliche und sehr instruktive Fälle aus der reichhaltigen Arbeit ihrer (Referenez)laboratorien.

PD Dr. Christoph Gassner (Co-chair person der Arbeitsgruppe der ISBT) berichtete eindrücklich über die neuen Blutgruppensysteme, welche von der ISBT akzeptiert wurden. Neu gibt es 38 (!) bekannte Blutgruppensysteme, ein weiteres ist kurz vor der definitiven Aufnahme.

Dr. David Goslings berichtete über die Herstellung und Validierung von autologen Serumaugentropfen, eine viel komplexere Angelegenheit als man annehmen würde. Die Blutspendedienste können selber keine Serumaugentropfen herstellen; da es sich hier um eine Magistralrezeptur handelt, sind nur Pharmazeuten/ Apotheker zur Herstellung befugt, können die Herstellung jedoch delegieren. Die Validation des Prozesses stellt eine Herausforderung dar, insbesondere die Sterilitätstestung erscheint sehr komplex zu sein.

PD Dr. Waldvogel erzählte uns von der «state oft he art» Blutversorgung von Patienten mit Sichelzellanämien, was sich auf Grund der unterschiedlichen Blutgruppenkonstellationen von Patienten (meist afrikanischer Herkunft) und Spendern (meist Kaukasier) häufig als sehr schwierig erweist.

Prof. Buser stellte die Daten aus Basel zur 7 Tage Lagerung und Transfusion von pathogeninaktivierten Thrombozytenkonzentraten vor. In einem Vergleich des Transfusionsbedarfs vor und nach Einführung der Pathogeninaktivierung von TK in Basel konnte gezeigt werden, dass seit der Pathogeninaktivierung nicht mehr TK und / oder EK pro Patient transfundiert wurden und dass ältere TK nicht weniger gut wirken. Diese Daten sind auch für die Schweizer (swissmedic) und ausländische Behörden (z.B. FDA, PEI) von Wichtigkeit.

Dr. Lejon Crottet und Hein Hustinx vom Referenzlabor in Bern stellten die Neuerungen in den Empfehlungen zur Analyse von Patientenproben vor. Besonders hervorzuheben ist hier die neue Möglichkeit, fetale DNA im mütterlichen Plasma zu untersuchen, um Rhesusunverträglichkeiten frühzeitig zu diagnostizieren und die Rhesusprophylaxe gezielt einzusetzen.

Die Rückmeldungen zur Weiterbildung waren durchwegs positiv.

Speziell erwähnt wurde auch die Möglichkeit, den Flüssigkeitshaushalt mit den von Hettich verteilten Wasserflaschen optimal zu steuern und so den gebotenen Inhalten besser folgen zu können.